Guten Abend,
ich habe 4 Tage Blog aufzuholen, aber das faellt mir schwer, bin ich doch so muede. Nur soviel habe ich gerade unbedingt der ganzen Welt mitzuteilen:
*gluecklich*
Und wieder der Mondkalender des Tages:
Bad day for nothing – cooooooooooooooooooooool
Ich mag Trends
Laune: besser, Wetter: etwas kuehler.
Ich habe heute wieder Spass gehabt, denn ich habe einen bunten Tempel besucht, der bunter nicht sein kann. Uebersetzt heisst er “Drachentempel. Mir hat die Atmosphaere dort sehr gut gefallen. Ein Ort zum innehalten und verweilen:
Heute berichte ich mal vor allem Visuelles. Meeehr Fotos:
Dieser Platz wird fuer Festivals genutzt. Links ist das Theater, rechts die Konzerthalle, vorne das Tor nach China. An diesem Abend fanden inmitten des Platzes Soundproben fuer ein Jazz-Festival statt, die Beschallung war wirklich beindruckend und gut. Auf den Stufen sitzend liess sich der Tag sehr schoen abschliessen, es war dort eine sehr entspannte, groovy Atmosphaere, die Temperaturen waren nur anganf 30 Grad, also alles in allem sehr entspannend. Danke wem auch immer
Guten Morgen
Heute die Prophezeihung des Tages zuerst:
Ein guter Tag fuer Beerdigungen und Einaescherungen – mal sehen, was ich mit diesem Wissen heute anfange.
Fuer meine Security-Kollegen habe ich folgenden Vorschlag:
Heute stand abends der Besuch einer der vielen Nightmarkets an. Ein buntes Tummeln und Treiben, ein Durcheinander von Schuhgeschaeften, Imbissen, Computer-Hardware-Bastelstuben, Kluengellaeden und auch sonst noch vielem, was man zum Leben nicht braucht.
Kundenzufriedenheit wird gross geschrieben und gut dokumentiert:
… und wird auch aktiv gelebt. Gell, Einstein?
Die Menschen hier scheinen von den Essgewohnheiten in China nicht allzu viel zu halten: “Die Chinesen essen ja wirklich _alles_!” Putenfuesse scheinen nicht unter “alles” zu fallen:
In China habe ich gelernt, dass Huehnerfuesse vor allem beim Frauen sehr beliebt sein sollen, da sie viel Collagen (?!) enthalten und daher gut fuer die Haut sind. (Wer schoen sein will muss leiden?)
Zum Thema Arbeitskultur habe ich dann auch gleich die adaequate Literatur gefunden:
Meine Kollegen hier in Taipei werden von ihrem Management angehalten bis spaetestens 9:30 im Buero zu sein und bitte auch nicht vor 19 Uhr zu gehen. Die wenigsten trauen sich, tatsaechlich im 19 Uhr zu gehen, meistens bleiben sie bis 21 oder 22 Uhr. Ob die Tatsache, dass wenig Platz fuer ein eigenes Leben bleibt fuer Frust sorgt oder nicht, habe ich noch nicht herausgehoert. Eine ganz leichte Traurigkeit darueber, dass man abends keine Zeit mehr fuer Freizeitaktivitaeten hat, scheint allerdings mitzuschwingen.
Ich fragte heute mal, ob McDonalds, Burger-King und Co. hier beliebt seien. Die prompte Antwort lautete: Nein, denn die Menschen hier wissen, dass das Essen dort sehr ungesund ist und da man Angst vor ernsthaften Krankheiten habe, gehe man dort nicht essen. – Und wieder nehme ich einen Vorsatz mit nach Hause
Meine Snakeboard-Skills lassen noch sehr zu wuenschen uebrig. Da direkt vor dem Hotel ein kleiner Park ist und es nach 23 Uhr von den Temperaturen nur noch 30 Grad sind, macht es Spass, da ein paar Runden zu drehen
Morgens gibt es endlich wieder jeden Tag eine Zeitung zum Fruehstueck. Man findet dort jeden Morgen einen Mondphasenkalender, der mit mitteilt, ob dies ein guter oder ein schlechter Tag wird, bzw, was ich an diesem Tag tun sollte und was besser nicht, weil kein guter Tag dafuer ist. DAS finde ich mal einfach
.
Tearing down walls??!? Warum … ?! (auspicious = glueckverheissend, vielversprechend)
Im Radio wurde heute morgen gesagt: “Und nun zum Wetter: Es wird besser” – Mir hat das gefallen. Man sollte zu verschiedenen Themen nur noch den Trend bekannt geben. Was anderes interessiert ja eigentlich auch nicht: Wetter: Besser. Weltwirtschaftslage: Aufsteigend. Sport: schlecht. Politik: keine Veraenderung. Da weiss man kurz und knapp, woran man ist
Abends waren wir in einem Stadtteil, in dem saemtliche Hardwarehersteller Bastelbuden und Klitschen haben, die sich auf den ersten Blick manchmal nicht von einer Garage, einem Imbiss oder einem Friseur unterscheiden lassen.
Womit ich definitv aufhoeren muss ist, den Moenchen hier hinterherzu”stalken”. Der Charme, den das Folgende fuer mich beinhaltet ist allerdings fesselnd fuer mich:
Meistens traue ich mich nicht, direkt die Kamera in die Hand zu nehmen, sondern ich fotografiere im wahrsten Sinne des Wortes aus der Huefte. Auf diesem Foto habe ich so wenigstens mal nicht die Fuesse abgeschnitten
Die Preise hier liegen leicht unter den deutschen Preisen – die wirklich FANCY Sachen, Cyperpunk-Gadgets habe ich leider noch nicht entdeckt.
Heute war ich auf dem zweithoechsten Gebaeude der Welt. Ich weiss seither nicht, ob ich tatsaechlich auch auf das hoechste Gebaeude zwingend muss als Part der “101 Dinge, die man getan haben muss, bevor man den Loeffel wieder abgibt”, denn irgendwann ist hoch – einfach nur noch hoch
Von oben sieht Taipei wirklich nett aus, drumrum Berge und gruen.
Man befindet sich so zwischen Himmel und Erde. Die Sicherheitschecks sind reichlich in diesem Gebaeude. Die Aussichtsplatform befindet sich im 90. Stockwerk. Wie gut, dass es einen Fahrstuhl gibt
Wenn es keinen gaebe, wuerde man sicherlich nach oben _getragen_ (von 4-6 Menschen), denn da Arbeitskraft nichts kostet sieht man hier und da immer wieder Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes machen als nett auszusehen zu laecheln und auf einer Treppe in Richtung “oben” zu deuten, wenn man gerade auf dem Weg nach oben ist – fuer den Fall, dass man vergessen hat, wo es nach oben geht
Im Fahrstuhl nach oben steht jemand und erzaehlt einem auf dem Weg nach oben, dass man sich auf dem Weg nach oben befindet und liest die Anzeige im Fahrstuhl vor.
Oben ist es immens windig gewesen, ich empfand das als sehr angenehm, war allerdings nicht in der Lage, die Kamera stillzuhalten. Um den Turm herum kreiste ein Hubschrauber – ich fuehlte mich mit dem Wind im Haar wie in einem Agentenfilm.
Ich empfinde Taipei als eine angenehme Grosstadt. Das ist ja eher selten. Mir faellt hier nur noch Hamburg ein.
Nein, der Mond ist nicht rein-ge-photoshop-t
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