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Indien: Bangalore: Letzter Tag

Posted: 2nd März 2008 by Anja in Travel
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Salve,

der letzte Tag begann mit wirren Auto-Riksha Touren und vielen Unsicherheiten darueber, welcher Tempel heute wann geoeffnet ist. Ich bin daher gefuehlte 50 KM durch die Stadt gestapft und habe Impressionen gesammelt. So zum Beispiel dieser Stromverteiler:

kleiner weisser Stromkasten

Oder diesen ganz alltaeglichen Buergersteig:
Buergersteig

Auch mit viel Phantasie kann ich mir nicht denken, was hier wohl beabsichtigt ist. “Kleinwuechsige koennen links abbiegen, weil nur sie das Gleis 9 1/2 dahinter sehen?” oder “Auf den Baum und dann links – undzwar kostenlos?”

Links nur fuer Kinder und Hunde?

Besonders gefreut habe ich mich ueber das vielfaeltige Angebot von Siemens, so wie zB dieser Siemens-Bibelkreis:

Der Siemens-Bibelkreis

Prinzipiell sehen die meisten Tempel hier gleich aus. Nur in diesem Tempel scheint sich das Fehlerteufelchen eingeschlichen zu haben. Finde den Fehler im Bild :-)

Fehler im Bild?

Im Bull Temple findet man einen imposanten Granitblock, aus dem irgendwer einen Bullen geschnitzt hat. Dann wurde der Tempel drumherum gebaut – fertig die Pilgerstette. Dieser massige Bulle ist wirklich recht beeindruckend:

Bull Temple

Mit den motorierten Gefaehrten ist man auch nicht schneller als mit 2 KS:

2 KS (2 Kamelstaerken)

Die groessten Fussspuren auf meinem zarten Seelchen hinterliess heute allerdings das ISKCON Zentrum. Man durfte doch bereits im Orbit schon keine Fotos mehr machen, was sehr schade ist, denn was ich drinnen sah, haette ich gerne mit Euch geteilt:

In langen Schlangen bewegen sich Tausende Menschen zu den Altaren der verschiedenen Gottheiten vor, undzwar geht man dabei barfuss von Granitplatte zu Granitplatte und auf jeder Platte murmelt man ein Mantra, welches auch aus schlechten Lautsprechern ertoent. Ich war unter diesen, gewiss mindestens 3000 Menschen die einzige Weisse. Ich fuehlte mich nicht ueber die Maße unwohl, dennoch sehr fremd. Die Menschen dort waren sehr emotional, konnten es kaum erwarten, bis zu den Altaren zu gelangen, um dort zu beten, auf die Knie zu gehen, den Boden zu kuessen und zu murmeln.

Entfremdet passierte ich nach und nach allen Stationen: 120 Granitplatten zum Murmeln, 5 (oder waren es 6?) Altare und schliesslich die Abteilung Merchandising: Buecher, blinkende Bilder, Figuerchen saemtlicher Gottheiten, Obst, Suessigkeiten, Fuehrer, Getraenke und all das, was man an solch einem Ort eben erwartet. Das wirkt mit meiner mir antrainierten westlichen Skepsis wie ein Witz oder ein gut aufgezogenes Disneyland fuer religioese Erwachsene. Die Menschen lassen in der Tat dort viel Geld und der Part mit den Verkaufsstaenden duerte mindestens so lange, wie die Murmelei zuvor. Der Gruender “Abhay Charan Bhaktiychedanta Swami Prabhupada” scheint eine “Marktluecke” gefunden zu haben. Allenorts sind dort Bilder und Statuen von ihm. Sehr gegenwaertig ist er und wird als der Grosse und der Wunderbare gelobt.

Hare Krishna

Ich kann leider kein Bildmaterial dazu bereitstellen, die folgenden beiden Links dazu lohnen sich allerdings, denn man bekommt einen Eindruck davon, was dort hinter geschlossenen Mauern so passiert:

http://www.iskconbangalore.org/contents/multimedia/

http://www.bangalorebest.com/discoverbangalore/sightseeing/religion/temples/iscon.asp

Dazu ein Panoramablick ausserhalb des Gebaeudes:

http://www.bangalorebest.com/360panorama/main.asp?url=/360panorama/iscon/iskcon.asp

Nicht represantiv auf den Bildern dieser Links ist das Ausbleiben der Menschenmassen, die sich da murmelnd durchschieben.

Ich rieche immernoch nach Weihrauch und ich fuerchte, das werde ich jetzt vor dem Rueckflug auch nicht mehr aendern koennen. Hoffentlich gibts keinen Aerger am Zoll :-)

Indien: Bangalore: Tag 6, abends

Posted: 1st März 2008 by Anja in Travel
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Puh,

ein langer Sightseeingtag ist vorueber und ich sitze wieder im ueberklimatisierten Hotelzimmer in der Hoffnung, dass das Geruecht wahr ist, dass die Mosquitos sich nicht bewegen moegen, wenn dieses Kuehlschrankaggregat laeuft.

Mein heutige Tag begann mit einem Bonbontempel:

Bonbontempel

Den heutigen Tag konnte ich mit viel Eiscreme gut meistern, denn es waren heute 32° Celsius hier. Da wieder ein leichter Wind ging, war mir das zwar nicht so praesent, meinem Eis aber schon.

Derzeit fehlen mir noch Ausdruecke fuer die vielen Eindruecke:

Persoenlichkeit

Floristen

Egalwie

Ich nenne die oeffentlichen Verkehrsmittel hier “Egalwies”, denn …

Herrlich ist, mit welcher Gelassenheit die Menschen es hinnehmen, ja oft sogar zu moegen scheinen.

Ich konnte mich heute auch endlich ueberwinden, eine Rundtour durch die Stadt zu starten in einem von diesen Luigis-Pizza-Taxi-Gefaehrten:

Indische Version von Luigis-Pizza-Taxi

Das war einigermassen aufregend ;-)

Ein wirklich schoener Moment heute war, als neben mir eine Riksha stand mit einer rundumvermummten Muslimin. Sie beobachtete mich eine Weile und reichte mir dann, als alle anfuhren eine Blume. Hach ;-) Das war schoen.

Gesehen habe ich heute Parks, Bangalore Palace, Vidhana Soudha (Government) und Attara Kacheri (Hich Court):

Vidhana Soudha
Ein wenig seltsam anmutend die Inschrift ueber dem Eingang:

Goverment work is gods work.

Court

Indien: Bangalore: Tag 5, abends

Posted: 1st März 2008 by Anja in Travel
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Salve,

gestern war der letzte Tag im Office, der letzte Tag mit den indischen Kollegen und was soll ich sagen? Es war ein wenig traurig. Wir waren in einem sehr guten Hotel zusammen essen, haben viel gelacht und dann stand der Taxifahrer da und die Runde, die sich gerade so gut verstanden hat, wurde aufgeloest. Ich habe so viel gelernt. SO viel: <—-> … und mehr. Die Eindruecke und Gefuehle werden mich noch sehr lange begleiten und ich hoffe selbiges fuer den ein oder anderen Kollegen.

Die Namen im Folgenden von links nach rechts.

Oben:

Jacob Jhonny, Bharath Acharya, Srinivasa Ragavan, me, Nirav Kumar

Unten:

Ashish Srivastava, Suman Manjunath, Veerapuram Varadhan, Sankarasivasubramanian Pasupathilingam (Sankar), Chenthill Palanisamy 

Evo-Team

Sonnenuntergang bei Novell, Bangalore, Indien:

Novell-Sonnenuntergang

Indien: Bangalore: Tag 5, morgens

Posted: 29th Februar 2008 by Anja in Travel
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Guten Morgen,

“trappic” heute hiess heute “droppic” – Wortverstuemmelung ist ein ernstzunehmendes Problem, wie ich finde – vor allem fuer die Ohren _und_ das Gemuet. Apropos Gemuet. Ich finde es immerwieder erstaunlich, wie anpassungsfaehig die Menschen hier sind:

Transportunternehmen

Das 1,4-Kilo-Maedchen hat jetzt einen Namen, sie heisst: Jodhaa. Die Times of Bangalore enthielt heute ein paar Berichte zu Tierrettungen. Zu sehen ist ein Bild von einer gruenen Schildkroete mit schwarzen Punkten, die von Touristen gefunden wurde. Das arme Ding hatte nur noch 3 – hm – Flossen. Man kuemmert sich jetzt liebevoll um sie. Auch ein ehemaliger Tanzbaer muss nun nicht mehr tanzen sondern wird imRahmen eines – ich wuerde sagen – Resozialisierungsprogramms wieder ausgewildert. Hier sind Baeren noch sicher. So wie die meisten Tiere, solange kein Muslime in der Naehe ist.

Mein Eindruck verstaerkt sich hier jeden Tag durch die Art und Weise der Menschen, wie sie darueber sprechen und die MENGE der Worte, die sie darueber verlieren, dass die Gottheiten der Hindus sowas wie Popstars sind. Es ist richtig modern und beliebt, die Gottheiten toll zu finden. Westliche Gehirne verweigern die Annahme der Namen diesesr Gottheiten, die eher aussehen wie das Ergbnis einer defekten Tastatur mit “Empfaenger verzogen”, wenn man versucht, sich das zu merken. Zweckloses Unterfangen, ich rate davon ab und mein Arzt und Apotheker vermutlich auch. Shiva und Co. sind hier wirklich an jeder Strassenecke zu sehen, mit Ruessel und ohne, kleben auf jeder 2. Auto-Riksha und verzieren Verpackungen und allerlei Schilder:

Stars

Indien: Bangalore: der Weg zur Arbeit

Posted: 28th Februar 2008 by Anja in Travel
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Guten Abend werte(r) Leser,

in der Hoffnung, dass das .avi hier im Blog seinen Dienst tut, habe ich mal den Weg zur Firma, das Kauderwelsch aus Baracken, blitzenden IT-Unternehmen, Bastelbuden, angefangenen Strassenbauarbeiten, Muell, Klitschen, sympathischem Durcheinander und dem Laerm gefilmt. Enjoy.

Auf dem Weg zur Arbeit – Hosur Road