Tag 11 – Split/Kroatien

Posted: 8th November 2011 by Anja in Travel
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Nach einer verschaukelten Nacht hätte ich nicht mit bestem Wetter in Split gerechnet. Welch Belohnung. Von der Stadt ist mehr übrig geblieben, als ich angenommen hatte. Bei den Strassenhändlern und Geschäften fiel mir sofort positiv aus, das anders, als bei allen bisherigen Stops die Ware nicht von der Stange war. Hier gibt es noch Kunsthandwerk. Erfreulich.
Im Gedächtnis wird mir wohl der kauzige Typ mit dem Nest in der Hand bleiben :-)

BILD

Die Innenstadt ist insgesamt recht sehenswert. Warum nur sind die Allegorien und Figuren hier so anders?

BEISPIELE

Tag 10 – Korfu/Griechenland

Posted: 8th November 2011 by Anja in Travel
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Hach. Schön ists hier auf Korfu. Trotz immensen Windes von der Seeseite war der Aufstieg auf das Fort wirklich lohnenswert. Man wird nicht nur mit Ausblick und Natur belohnt, sondern auch dem Flair Korfus. In den Strassen fällt auf, dass die Menschen sehr laut sind. Man fühlt sich wie in einer Kolonie brütender Vögel. Schmunzelig :-)

“Probleme, die ich früher nicht hatte”:
Leichter Sonnenbrand im November.

Tag 8 – Limassol/Zypern/Griechenland

Posted: 8th November 2011 by Anja in Travel
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Leider ist Limassol eine einzige Baustelle, denn ein Bauvorhaben “Living on the sea” blockiert den Küstenbereich. Erinnert an Dubai in winzig. Luxushäuser mit Pflichtpool und Pflichtyacht. Leider war hier auf Zypern zu wenig Zeit, um ein wenig über die Insel zu gondeln, entspannt war der Tag trotzdem.

Allenorts wird über die finanzpolitische Lage der EU, Griechenlands und der empfundenen “Tatsache” diskutiert, dass “so langsam ja alles den Bach runter geht”. Ich hoffe zumindest nicht, dass es das Schiff heute Griechenland nachmacht: es schaukelt recht unheimlich heute. Dem muss man auch gewachsen sein. Da aber die Kreuzfahrtjunkies ab 6-10 bewältigten Kreuzfahrten auf die Frage beim Frühstück, ob sie bei dem Geschaukel schlafen können rückfragen, ob es denn überhaupt geschaukelt hätte, versuche ich das auch ozean-o-politisch zu sehen und denke: ok, solange kein Glas umfällt scheint alles in Ordnung.

Heute mal ein paar Schiffsimpressionen:

SCHIFFSFOTOS UND VIDEOS

“Probleme, die ich früher nicht hatte”:
Dieses Wasserbett ist zu gross. Ausserdem wäre mir eine Beruhigungsstufe von 95% lieber.

Tag 7 – Antalya/Griechenland

Posted: 8th November 2011 by Anja in Travel
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Auf Antalya hatte ich ja so keine rechte Lust, denn aus vormaligen Türkeibesuchen kennt man ja noch die klebrigen Teppichhändler. Vom Schiff gelockt hat mich die Landschaft. Steile Küsten, Berge – hübsch anzusehen. Die Gerbereiproduktegauner haben sich dezent zurück gehalten und beim Kauf von Tee hat man uns auch nur knapp übers Ohr gehauen. Ok. Irgendwie gehört das dazu.

Mir fehlen Kommunikationsmöglichkeiten derzeit gar nicht, aber ohne Wikipedia muss man doch allzu oft dumm bleiben.

Daher eine Liste:
1. Welches sind die 7 antiken Weltwunder?
2. Wenn Costa einem Ami-Investoren gehört und Aida der Costa gehört, wer hat denn da noch alles seine Finger im Spiel?
3. Wieviele Einwohner hat Rhodos insgesamt?
4. Welche Weltwunder gibt es mnoch so?
5. Liste der Welterbe-Stätten und wieviele davon habe ich schon besucht?
6. Wie funktionieren die Stabilisatoren in so einem Schiff?
7. Wieviel Tiefgang haben Kreuzfahrtschiffe für gewöhnlich?

“Probleme, die ich früher nicht hatte”:
Meine linke Hand wird kalt, wenn ich mein Eis im Jacuzzi über Wasser halten muss.

Tag 9 – auf See

Posted: 8th November 2011 by Anja in Travel
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Ich treffe also hier auf dem Schiff einen ehemaligen Mitarbeiter a.D. des Bauamtes in Lauf, habe anschliessend ein interessantes Gespräch mit einer interessanten Frau über Psychologie, Pädagogik, NLP und das Leben. Und dann war da noch diese charmante persische Frau, deren Augen verraten, dass ein sehr wacher Geist darin wohnt. Für sowas ist dann wohl ein Tag auf See gut. Danke für diese Begegnungen.

Kreuzfahrtschiffe sind schwimmende Städte: es gibt auf dem Schiff nicht nur Köche, Kellner, Animateure, Klimatechniker, Hotelfachleute, Reinigungspersonal, Elektriker, den Kapitän nebst seiner Kadetten und Offiziere, nicht nur Funker und Hostessen für alle an Bord befindlichen Sprachen der Urlauber, Ausflugsplaner, Customer Service und einen Arzt. Es gibt auch noch die Physiotherapeuten, den Friseur, die Tanzlehrer, Security, die Apotheker und Groupiers.

Das Schiff hat eine Wäscherei, riesige Heissmangeln, Werkstätten für Polsterer, Schneider, Schreiner, Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Müll zu trennen, Obst in Tierformen zu schnitzen, Handwerker, die umgehend jeden Makel ausbessern, es gibt auch Bäcker, Metzger und den Provisioner (verwaltet die Vorräte). Die Auswahl trifft der Provisioner je nach Urlaubern, die sich auf dem Schiff befinden. Mehr Deutsche, mehr Schnitzel, mehr Italiener, mehr Pasta. Es gibt Klempner, Mechaniker (in den Maschinenräumen), Musiker und andere Künstler. Ich habe auch eine Art Kirche gefunden.

Ein paar Menschen sind den ganzen Tag damit beschäftigt, die Handtücher und Decken wieder von den Liegen einzusammeln und zur Wäscherei zu bringen, die Liegen wieder ordentlich hinzustellen und für Handtuch- und Deckennachschub zu sorgen. Jeden Tag sieht man Menschen draussen, kleinste Makel im strahlenden Weiss des Schiffes wieder sauberweiss zu tünchen.
Das Schiff hat eine eigene Müllpresse und Müllverbrennungsanlage, eine Wasserwiederaufbereitungsanlage und dafür ist ein Umweltoffizier verantwortlich. Die Verbrennung des Biomülls erzeugt widerum Strom für die Küche. Desweitern hat das Schiff eine eigene Kläranlage. Umweltbewusstsein insgesamt wird gross geschrieben.

420 speziell geschulte Besatzungsmitglieder aus 32 Ländern insgesamt, die fuer 800-900 Passagiere verantwortlich sind. Die meisten dieser 420 sind ständig unter Deck und für den gewöhnlichen Passagier gar nicht zu sehen.

4 grosse und 6 “kleine” Dieselmotoren haben insgesamt ca. 45000 KW und sorgen für Antrieb und Strom. Das Schiff wird stabilisiert mit einer Art “Kinderstützräder” und dem Ein-und Abpumpen von Wasser, um die Tiefe zu verändern. 188m Länge, ca 45m Höhe, 8m Tiefgang und ca 25m Breite beherrbergen all das Aufgeführte. Irre.

Die Kommandobrücke kann auf einem Radar alle Informationen im Umkreis von 90 Seemeilen ablesen, ständig werden Wetterdaten übermittelt zum Schiff und obwohl die Route automatisch berechnet wird, muss einer der Kadetten diese noch auf Karten zeichnen.

Nach all diesen Informationen begegnet man auf dem Schiff jeder gebügelten Serviette anders und es fällt auf, dass tatsächlich _gar nichts_ Kaputtes zu finden ist. Alles wird umgehend ausgebessert, repariert, verschönert.