China: Beijing: Tag 7
Guten Abend geneigter Leser,
meine Mittagspause habe ich heute genutzt, allerlei Fragen zu stellen. Dazu gehoerte die Frage, ob das Geruecht stimmt, dass Chinesen auch Hunde und Katzen verspeisen. Die mild laechelnde Antwort darauf war: “Katzen, ich denke nicht, davon weiss ich nicht. Hunde gibt es in vielen Restaurants. Es werden aber nur _die_ gegessen, die nicht suess und fluffig sind (also nicht Geschmack, sondern Aussehen). Also kein Chinese, wuerde einen Pekinesen (also die Hunderasse) essen. Es gibt halt die Haustiere und die <Esshunde>, die nicht so suessen.”
Auch lernte ich ueber die chinesische Schriftsprache und lies mir am Abend meinen Namen in chinesischen Schriftzeichen aufmalen. (Das ist nicht selbstverstaendlich, da sich Namen nicht per se einfach so uebertragen lassen). In meinem Fall besteht der Name aus 2 Schriftzeichen. Das erste steht fuer “An” und das 2. fuer “ja”. Ersteres bedeutet im Chinesischen wohl soetwas wie “sicher”, zweiteres bedeutet so in etwa “stolz, anmutig, elegant”. Ganz besonders gefreut hat mich, dass das erste Schriftzeichen aus einem Pferd und einer Frau besteht (die Symbolik dahinter).
Abends war ich zu einer Hochzeitsnachfeier eines Kollegen fuer Kollegen eingeladen. Auf dem Speiseplan stand “Hot Pot”. Man hat einen kochenden Topf vor sich stehen (kann sich hier den “Hauptgeschmack” aussuchen, ich waehlte “Curry”) und wirft dann allerlei in den Topf zum Garen hinein. Da es total unhoeflich ist, irgendetwas abzulehnen habe ich tapfer alles gegessen (fast alles), was man mir in diesen Topf geworfen hat. Dazu gehoerte vor allem in hauchduenne Scheiben geschnittenes Fleisch (zumindest hoffe ich, dass es einfach “nur” Fleisch war) und Fisch. Die naehere Herkunft oder urspruengliche Verwendung dessen, was ich da aß, will ich gar nicht wissen. Es ist auch besser, nicht danach zu fragen. Mir glaubt das in der Heimat sowieso niemand.
Im Topf schwammen (fuer den Grundgeschmack) schon Merkwuerdigkeiten wie Teile von Krebsen und anderen Neuerungen. Ich habe mich bemueht, nicht so genau hinzusehen. Mir gegenueber sass das Brautpaar und strahlte mich an und bot mir an, was auch immer gerade neu aufgetischt wurde. Es war eine voellig neue Erfahrung. Ich aß also tapfer Scheibchen vom Rind, Schwein, Lamm, Schaf und unidentifizierten Fischsorten. Das, was mir allzu obskur erschien hat gottlob Olli aus meinem Topf gefischt und gegessen. *Phew* Ich habe mich ueber diese Einladung und dieses Erlebnis immens gefreut, da habe ich das Opfer, Dinge, die ich normalerweise im Leben nicht anruehren wuerde, zu probieren, in Kauf genommen. DANKE an das Brautpaar fuer dieses Erlebnis. Glauben wird es mir dennoch niemand.
Heute war der letzte Tag der Training-Sessions. Die Stimmung war wirklich toll. Ich fragte Erfahrene, ob die Chinesen immer so enthusiastisch seien. Die Anwort war: “Man kann sie recht leicht anstecken, ja.” Also ist ein Funke uebergesprungen
Mich freut das sehr.
Danke, danke, danke an alle!!!

Am 21. August 2009 um 07:49 Uhr
Ahhhh.
Am 21. August 2009 um 08:52 Uhr
The hot pot sounds like a toture for Anja. I am feeling with you, while I would like to go for it.
What any person in the world could it with joy, I can taste at least once to check it out for me. I also would be interested in tasting the snake from one of the pictures.
Am 21. August 2009 um 08:52 Uhr
You must be such a nice person to eat stuff you wont eat otherwise, to respect the people around you. I dont think I will ever be such a good person
(On the aspect of non-veg)
Am 26. August 2009 um 05:08 Uhr
Hello,
thanks Sankar. Yes, it is about respect. I like to give that to others. It was a good experience anyways