Der letzte Tag.
Immer wenn ich gerade anfange, mich zu arrangieren, muss ich wieder fahren.
Heute am Samstag wollte ich gerne noch die Gelegenheit nutzen, Terro… nein. TOURist zu sein. Ganz frueh aufgestanden habe ich den Zoo besucht. Dort kann man in den Morgenstunden den Pandas beim Spielen, Purzelbumschlagen, Raufen und einfach nur unglaublich drollig sein zuschmunzeln.UNGLAUBLICH drollig. Ich weiss nicht, wie diese Spezies in der Natur je klar kam. Sie sind ja so dermaßen ungeschickt.

Den Rest des Zoos habe ich versucht zu uebersehen. Trostlos.
Anschliessend fotografierte ich mich durch das Aquarium. Das war schon sehr beeindruckend, denn ein so grosses Becken habe ich bisher noch nicht gesehen (Gigantoquarium). Wuerde sich aber gut machen als Wohnzimmer.

Ich faende das sehr relaxend in der Wohnung …
Jede Vorstellung, die ich bisher von Menschenmassen hatte, ist unrealistisch. Man ist es hier gwohnt, sich ueberall durch die Gaenge, Straßen, U-Bahn, Kaufhaeuser, Gassen, Tempel und sonstwelche oeffentliche Plaetze zu schieben. Es wird viel Attraktionskonsumiert, man muss anscheinend ueberall mal gewesen sein. Das Grundgefuehl, welches dabei mitschwingt ist allerdings ein eher flaches. Man schaut sich zwar etwas an, aber ich beobachte nicht, dass man dies genau tut. Kein Wunder. Bei all dem Gedraengel und Geschiebe bleibt auch keine Zeit mehr zum Verweilen. Das finde ich sehr schade. Diese Zeit zum Verweilen suchte ich mir daher, undzwar im Lama-Tempel. Kollegen fragten mich dann und wann immer wieder mal, warum ich gerade _da_ hin wolle. Relegion/Glaubensgrundsaetze stoßen nicht auf viel Verstaendnis war meine Schlussfolgerung.
Hier ein paar Impressionen von dem Ort, der mir wieder einmal gezeigt hat, warum meine Grundhaltung eine eher buddhistische ist:

Diese Buddhafigur hat Aura.Es handelt sich um eine 18 Meter hohe, aus einem einzigen Sandelholzbaum geschnitzte Statue des Buddha Maitreya steht. Der Stamm des Ursprungsbaums ist 26m hoch, 8m davon in die Tiefe gesetzt.

Ich verweilte hier gerne, nahm den Duft all des Raeucherwerks auf, genoss die Ruhe, den Frieden, den die Menschen an diesen Ort mitbrachten. Hier wird das “Law of Attraction” gelebt. Da fuehle mich mich Zuhause.
Wenn der folgende Mann bei der SuSE arbeiten wuerde, haette garantiert schon jemand behauptet, die Tasse wuerde ihm gehoeren. 
Auffaellig ist hier, wie sehr Menschen sich mit dem “Jetzt” beschaeftigen, nur ein klein wenig mit dem Morgen, aber kaum mit dem Gestern. Man ist stolz auf die Vorfahren, man verbringt jedoch nicht mehr Zeit mit den Toten, als mit den Lebendigen. Noergeln, jammern, motzen, noehlen, sich beschweren, frotzeln, sarkastisch sein … davon habe ich bisher noch nichts empfangen. Und _wieder_ verfalle ich in Gedanken ueber das Deutschtum. Ich will das nicht mehr. Nur wie … nur wie …

_Warum_ darf hier keine Waesche parken?