Taiwan: Hualien: Tag 10

1. September 2009

Guten Abend,

ich habe 4 Tage Blog aufzuholen, aber das faellt mir schwer, bin ich doch so muede. Nur soviel habe ich gerade unbedingt der ganzen Welt mitzuteilen:

Anja und Delphine 1Anja und Delphine 3

*gluecklich*

Taiwan: Taipei: Tag 5

28. August 2009

Und wieder der Mondkalender des Tages:

Zeitung Donnerstag

Bad day for nothing - cooooooooooooooooooooool

Ich mag Trends :-) Laune: besser, Wetter: etwas kuehler.

Ich habe heute wieder Spass gehabt, denn ich habe einen bunten Tempel besucht, der bunter nicht sein kann. Uebersetzt heisst er “Drachentempel. Mir hat die Atmosphaere dort sehr gut gefallen. Ein Ort zum innehalten und verweilen:

Longshan Gebets-Zeremonie

Drachen :-)

Freundlich

Nass

meeehr Drachen

Heute berichte ich mal vor allem Visuelles. Meeehr Fotos:

Impressionen rund um die Concert Hall

Gedenktempel in question

Blick auf den Festival-Platz

Dieser Platz wird fuer Festivals genutzt. Links ist das Theater, rechts die Konzerthalle, vorne das Tor nach China. An diesem Abend fanden inmitten des Platzes Soundproben fuer ein Jazz-Festival statt, die Beschallung war wirklich beindruckend und gut. Auf den Stufen sitzend liess sich der Tag sehr schoen abschliessen, es war dort eine sehr entspannte, groovy Atmosphaere, die Temperaturen waren nur anganf 30 Grad, also alles in allem sehr entspannend. Danke wem auch immer ;)

Taiwan: Taipei: Tag 4

27. August 2009

Guten Morgen :-)

Heute die Prophezeihung des Tages zuerst:

Zeitung Mittwoch

Ein guter Tag fuer Beerdigungen und Einaescherungen - mal sehen, was ich mit diesem Wissen heute anfange.

Fuer meine Security-Kollegen habe ich folgenden Vorschlag:

Security-lympics

Heute stand abends der Besuch einer der vielen Nightmarkets an. Ein buntes Tummeln und Treiben, ein Durcheinander von Schuhgeschaeften, Imbissen, Computer-Hardware-Bastelstuben, Kluengellaeden und auch sonst noch vielem, was man zum Leben nicht braucht.

Nightmarket

Kundenzufriedenheit wird gross geschrieben und gut dokumentiert:

Kundenzufriedenheit

… und wird auch aktiv gelebt. Gell, Einstein?

Einstein?

Die Menschen hier scheinen von den Essgewohnheiten in China nicht allzu viel zu halten: “Die Chinesen essen ja wirklich _alles_!” Putenfuesse scheinen nicht unter “alles” zu fallen:

Fuesse essen

In China habe ich gelernt, dass Huehnerfuesse vor allem beim Frauen sehr beliebt sein sollen, da sie viel Collagen (?!) enthalten und daher gut fuer die Haut sind. (Wer schoen sein will muss leiden?)

Zum Thema Arbeitskultur habe ich dann auch gleich die adaequate Literatur gefunden:

shut up and listen

Meine Kollegen hier in Taipei werden von ihrem Management angehalten bis spaetestens 9:30 im Buero zu sein und bitte auch nicht vor 19 Uhr zu gehen. Die wenigsten trauen sich, tatsaechlich im 19 Uhr zu gehen, meistens bleiben sie bis 21 oder 22 Uhr. Ob die Tatsache, dass wenig Platz fuer ein eigenes Leben bleibt fuer Frust sorgt oder nicht, habe ich noch nicht herausgehoert. Eine ganz leichte Traurigkeit darueber, dass man abends keine Zeit mehr fuer Freizeitaktivitaeten hat, scheint allerdings mitzuschwingen.

Ich fragte heute mal, ob McDonalds, Burger-King und Co. hier beliebt seien. Die prompte Antwort lautete: Nein, denn die Menschen hier wissen, dass das Essen dort sehr ungesund ist und da man Angst vor ernsthaften Krankheiten habe, gehe man dort nicht essen. - Und wieder nehme ich einen Vorsatz mit nach Hause :-)

Meine Snakeboard-Skills lassen noch sehr zu wuenschen uebrig. Da direkt vor dem Hotel ein kleiner Park ist und es nach 23 Uhr von den Temperaturen nur noch 30 Grad sind, macht es Spass, da ein paar Runden zu drehen :-)

Taiwan: Taipei: Tag 3

26. August 2009

Morgens gibt es endlich wieder jeden Tag eine Zeitung zum Fruehstueck. Man findet dort jeden Morgen einen Mondphasenkalender, der mit mitteilt, ob dies ein guter oder ein schlechter Tag wird, bzw, was ich an diesem Tag tun sollte und was besser nicht, weil kein guter Tag dafuer ist. DAS finde ich mal einfach ;-).

??!?

Tearing down walls??!? Warum … ?! (auspicious = glueckverheissend, vielversprechend)

Im Radio wurde heute morgen gesagt: “Und nun zum Wetter: Es wird besser” - Mir hat das gefallen. Man sollte zu verschiedenen Themen nur noch den Trend bekannt geben. Was anderes interessiert ja eigentlich auch nicht: Wetter: Besser. Weltwirtschaftslage: Aufsteigend. Sport: schlecht. Politik: keine Veraenderung. Da weiss man kurz und knapp, woran man ist :-)

Abends waren wir in einem Stadtteil, in dem saemtliche Hardwarehersteller Bastelbuden und Klitschen haben, die sich auf den ersten Blick manchmal nicht von einer Garage, einem Imbiss oder einem Friseur unterscheiden lassen.

Hardware aus Taiwan

Womit ich definitv aufhoeren muss ist, den Moenchen hier hinterherzu”stalken”. Der Charme, den das Folgende fuer mich beinhaltet ist allerdings fesselnd fuer mich:

Weltliche Belange

Meistens traue ich mich nicht, direkt die Kamera in die Hand zu nehmen, sondern ich fotografiere im wahrsten Sinne des Wortes aus der Huefte. Auf diesem Foto habe ich so wenigstens mal nicht die Fuesse abgeschnitten ;-)

Die Preise hier liegen leicht unter den deutschen Preisen - die wirklich FANCY Sachen, Cyperpunk-Gadgets habe ich leider noch nicht entdeckt.

Taiwan: Taipei: Tag 2 - ganz oben ;-)

26. August 2009

Heute war ich auf dem zweithoechsten Gebaeude der Welt. Ich weiss seither nicht, ob ich tatsaechlich auch auf das hoechste Gebaeude zwingend muss als Part der “101 Dinge, die man getan haben muss, bevor man den Loeffel wieder abgibt”, denn irgendwann ist hoch - einfach nur noch hoch :-)

Von oben sieht Taipei wirklich nett aus, drumrum Berge und gruen.

Ereignisse werfen ihre Schatten

Wirklich schoen

Man befindet sich so zwischen Himmel und Erde. Die Sicherheitschecks sind reichlich in diesem Gebaeude. Die Aussichtsplatform befindet sich im 90. Stockwerk. Wie gut, dass es einen Fahrstuhl gibt ;-) Wenn es keinen gaebe, wuerde man sicherlich nach oben _getragen_ (von 4-6 Menschen), denn da Arbeitskraft nichts kostet sieht man hier und da immer wieder Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes machen als nett auszusehen zu laecheln und auf einer Treppe in Richtung “oben” zu deuten, wenn man gerade auf dem Weg nach oben ist - fuer den Fall, dass man vergessen hat, wo es nach oben geht ;)

Im Fahrstuhl nach oben steht jemand und erzaehlt einem auf dem Weg nach oben, dass man sich auf dem Weg nach oben befindet und liest die Anzeige im Fahrstuhl vor.

Flugstuhlfahrt

Oben ist es immens windig gewesen, ich empfand das als sehr angenehm, war allerdings nicht in der Lage, die Kamera stillzuhalten. Um den Turm herum kreiste ein Hubschrauber - ich fuehlte mich mit dem Wind im Haar wie in einem Agentenfilm. :-)

Agent Stock in Taipei

Ich empfinde Taipei als eine angenehme Grosstadt. Das ist ja eher selten. Mir faellt hier nur noch Hamburg ein.

Nacht ueber Taipei

Nein, der Mond ist nicht rein-ge-photoshop-t ;-)

Taiwan: Taipei: Tag 1

24. August 2009

Ni Hao.

nach 2 Stunden Schlaf und anschliessendem Schlafwandeln dank Mach-Mich-Gluecklich-Pille bin ich nun in Taipei und freue mich ueber Sonne, Wind, Wolken. Wetter wirklich wahrnehmen zu koennen ist nicht ueberall selbstverstaendlich, wie ich nun weiss. Taipei hat im Kern “nur” ja 2Mio. Einwohner. Das kommt mir schon fast vor wie ein Dorf nach den Eindruecken aus Beijing. Es ist hier ungewohnt schwuel, mir ist aber alles lieber als Smog. Hier ein Blick aus meinem Hotelzimmer (man sieht Berge *freu*):

Panoramafenster_Taipei

Ich amuesiere mich in meinem Hotelzimmer koeniglich. Das liegt vor allem an der Toilette, die automatisch den Deckel aufklappt, wenn sie mich sieht und begruesst. Ich will sowas Daheim auch:-) :

Alles klar untenrum

(Es gibt Leser dieses Berichtes, denen ich die Zusatzinformation uebermitteln moechte, dass der Sitz sich _nicht_ dreht, wenn ich mich darauf niederlasse, sich diese Toilette dennoch selbstaendig reinigt ;-))

Nachdem ich meinen Rausch ausgeschlafen hatte, habe ich mich etwas in der Gegend umgesehen.

Es gibt hier Deutschinesen ;-)

Deutschinesisch

Ich habe hier in Taipei bisher noch keine Unruhe oder Hektik erlebt, kein Ameisenhaufen, der sich durch die Strassen schiebt, kein Hupen, keine grossartige Unruhe. Dafuer wird viel gelaechelt, viel auch von Innen. Ob das daran liegt, dass man an Ampeln genau weiss, wie lange noch gruen ist?

Gehen oder joggen?

Wenn der Countdown beginnt, wird das auf der Ampel animierte Maennchen schneller und schneller. So finde ich hier und da Begebenheiten, die Anlass zum Schmunzeln geben. Ebenso wie die Tatsache, dass auch Moenche einkaufen gehen muessen. Dabei ernaehren die sich doch sonst aus Buechern?

auch Moenche moegen Obst

Ich bin ihm eine Weile durch den Supermarkt hinterher_gestalked_. Faszinierender Anblick eben: Ein Moench testet die Haptik von Obst und steht in Latschen vor dem Kuehlregal.

Ernaehrung scheint ansonsten gefaehrlich - oder warum erschlaegt der eine Hase den anderen fuer Kekse?

Hase schlaegt Hase

China: Beijing: Tag 9 - der letzte Tag

22. August 2009

Der letzte Tag.

Immer wenn ich gerade anfange, mich zu arrangieren, muss ich wieder fahren.

Heute am Samstag wollte ich gerne noch die Gelegenheit nutzen, Terro… nein. TOURist zu sein. Ganz frueh aufgestanden habe ich den Zoo besucht. Dort kann man in den Morgenstunden den Pandas beim Spielen, Purzelbumschlagen, Raufen und einfach nur unglaublich drollig sein zuschmunzeln.UNGLAUBLICH drollig. Ich weiss nicht, wie diese Spezies in der Natur je klar kam. Sie sind ja so dermaßen ungeschickt.

kleine_Trolle

Den Rest des Zoos habe ich versucht zu uebersehen. Trostlos.

Anschliessend  fotografierte ich mich durch das Aquarium. Das war schon sehr beeindruckend, denn ein so grosses Becken habe ich bisher noch nicht gesehen (Gigantoquarium). Wuerde sich aber gut machen als Wohnzimmer.

Aquarium_in_Beijing

Ich faende das sehr relaxend in der Wohnung …

Jede Vorstellung, die ich bisher von Menschenmassen hatte, ist unrealistisch. Man ist es hier gwohnt, sich ueberall durch die Gaenge, Straßen, U-Bahn, Kaufhaeuser, Gassen, Tempel und sonstwelche oeffentliche Plaetze zu schieben. Es wird viel Attraktionskonsumiert, man muss anscheinend ueberall mal gewesen sein. Das Grundgefuehl, welches dabei mitschwingt ist allerdings ein eher flaches. Man schaut sich zwar etwas an, aber ich beobachte nicht, dass man dies genau tut. Kein Wunder. Bei all dem Gedraengel und Geschiebe bleibt auch keine Zeit mehr zum Verweilen. Das finde ich sehr schade. Diese Zeit zum Verweilen suchte ich mir daher, undzwar im Lama-Tempel. Kollegen fragten mich dann und wann immer wieder mal, warum ich gerade _da_ hin wolle. Relegion/Glaubensgrundsaetze stoßen nicht auf viel Verstaendnis war meine Schlussfolgerung.

Hier ein paar Impressionen von dem Ort, der mir wieder einmal gezeigt hat, warum meine Grundhaltung eine eher buddhistische ist:

Betende

Diese Buddhafigur hat Aura.Es handelt sich um eine 18 Meter hohe, aus einem einzigen Sandelholzbaum geschnitzte Statue des Buddha Maitreya steht. Der Stamm des Ursprungsbaums ist 26m hoch, 8m davon in die Tiefe gesetzt.

Die_Statue

Ich verweilte hier gerne, nahm den Duft all des Raeucherwerks auf, genoss die Ruhe, den Frieden, den die Menschen an diesen Ort mitbrachten. Hier wird das “Law of Attraction” gelebt. Da fuehle mich mich Zuhause.

Wenn der folgende Mann bei der SuSE arbeiten wuerde, haette garantiert schon jemand behauptet, die Tasse wuerde ihm gehoeren. Nehmen_und_Geben

Auffaellig ist hier, wie sehr Menschen sich mit dem “Jetzt” beschaeftigen, nur ein klein wenig mit dem Morgen, aber kaum mit dem Gestern. Man ist stolz auf die Vorfahren, man verbringt jedoch nicht mehr Zeit mit den Toten, als mit den Lebendigen. Noergeln, jammern, motzen, noehlen, sich beschweren, frotzeln, sarkastisch sein … davon habe ich bisher noch nichts empfangen. Und _wieder_ verfalle ich in Gedanken ueber das Deutschtum. Ich will das nicht mehr. Nur wie … nur wie …

Waesche darf hier nicht parken?

_Warum_ darf hier keine Waesche parken?

China: Beijing: Tag 8

22. August 2009

Der heutige Tag sollte rein kulinarisch ausgleichen, was am Vortag sich nur schwer verdauen lies. Ein Kollege lud abends in ein vegetarisches Restaurant ein. So abwechslungsreich und lecker, dass mir das Wasser im Munde zusammenlaeuft, wenn ich dran denke :)

Zunaechst aber musste ich meinem neuen Floh im Ohr ein Heim schenken, indem ich mir das - hier entdeckte - nun 5 Tage ersehnte - Snakeboard kaufte. Sunny fuhr mit mir dazu zu einem speziellen Shoppingcenter. Das war sehr nett. Schoen waere es auch gewesen, wenn ich mir noch die Schuhe gekauft haette, die ich dort gesehen habe und wirklich mochte. Sunny fand aber, dass die zu teuer sind und somit war entschieden, dass ich die nicht kaufe (n darf) ;-)

Nach dem Essen hat Alex und alle auf einen See entfuehrt, um bei Nacht Boot zu fahren. Der See ist nicht gerade der Lake Michigan, was die Groesse angelangt, dort herrschte aber eine blumige Mischung aus Bars und Restaurants, oeffentlichen Plaetzen, wo man sich abends zum Tanzen oder Seilhuepfen trifft oder auch einfach nur einen Drachen steigen laesst - und im Gegensatz dazu die Ruhe auf dem See selbst.

See in Beijing

Mit diesem Boot sind wir gefahren, das war mit leichtem Wind im Haar nach all der Hitze eine sehr willkommene, relaxte und lustige Angelegenheit.

_Noch_ lustiger wurde es, als wir auf dem grooooossen und weeeeeeeeeiten See ploetzlich inmitten eines STAUs befanden. Ich finde, SOWAS ist wirklich nur in China moeglich:

Stau_auf_dem_Wasser

Witzig ist ja nicht nur, dass es anscheinend Stau-junkies hier gibt, sondern auch, dass ein “Sortierboot” (weil die Arbeitskraft nichts kostet ;-)) darunter war, welches die anderen Boote angeschoben hat, damit _ueberhaupt_ eine Chance besteht, von diesem Fleck je wieder weg zu kommen ;-)

Ach ja. Falls Ihr mal bei Starbucks in Beijing seid (davon gibt es hier laut Prospekt 70), das sind die neusten Angebote:

Alles_ganz_klar

Alles klar, nicht wahr? :-)

China: Beijing: Tag 7

20. August 2009

Guten Abend geneigter Leser,

meine Mittagspause habe ich heute genutzt, allerlei Fragen zu stellen. Dazu gehoerte die Frage, ob das Geruecht stimmt, dass Chinesen auch Hunde und Katzen verspeisen. Die mild laechelnde Antwort darauf war: “Katzen, ich denke nicht, davon weiss ich nicht. Hunde gibt es in vielen Restaurants. Es werden aber nur _die_ gegessen, die nicht suess und fluffig sind (also nicht Geschmack, sondern Aussehen). Also kein Chinese, wuerde einen Pekinesen (also die Hunderasse) essen. Es gibt halt die Haustiere und die <Esshunde>, die nicht so suessen.”

Auch lernte ich ueber die chinesische Schriftsprache und lies mir am Abend meinen Namen in chinesischen Schriftzeichen aufmalen. (Das ist nicht selbstverstaendlich, da sich Namen nicht per se einfach so uebertragen lassen). In meinem Fall besteht der Name aus 2 Schriftzeichen. Das erste steht fuer “An” und das 2. fuer “ja”. Ersteres bedeutet im Chinesischen wohl soetwas wie “sicher”, zweiteres bedeutet so in etwa “stolz, anmutig, elegant”. Ganz besonders gefreut hat mich, dass das erste Schriftzeichen aus einem Pferd und einer Frau besteht (die Symbolik dahinter).

Abends war ich zu einer Hochzeitsnachfeier eines Kollegen fuer Kollegen eingeladen. Auf dem Speiseplan stand “Hot Pot”. Man hat einen kochenden Topf vor sich stehen (kann sich hier den “Hauptgeschmack” aussuchen, ich waehlte “Curry”) und wirft dann allerlei in den Topf zum Garen hinein. Da es total unhoeflich ist, irgendetwas abzulehnen habe ich tapfer alles gegessen (fast alles), was man mir in diesen Topf geworfen hat. Dazu gehoerte vor allem in hauchduenne Scheiben geschnittenes Fleisch (zumindest hoffe ich, dass es einfach “nur” Fleisch war) und Fisch. Die naehere Herkunft oder urspruengliche Verwendung dessen, was ich da aß, will ich gar nicht wissen. Es ist auch besser, nicht danach zu fragen. Mir glaubt das in der Heimat sowieso niemand.

Im Topf schwammen (fuer den Grundgeschmack) schon Merkwuerdigkeiten wie Teile von Krebsen und anderen Neuerungen. Ich habe mich bemueht, nicht so genau hinzusehen. Mir gegenueber sass das Brautpaar und strahlte mich an und bot mir an, was auch immer gerade neu aufgetischt wurde. Es war eine voellig neue Erfahrung. Ich aß also tapfer Scheibchen vom Rind, Schwein, Lamm, Schaf und unidentifizierten Fischsorten. Das, was mir allzu obskur erschien hat gottlob Olli aus meinem Topf gefischt und gegessen. *Phew* Ich habe mich ueber diese Einladung und dieses Erlebnis immens gefreut, da habe ich das Opfer, Dinge, die ich normalerweise im Leben nicht anruehren wuerde, zu probieren, in Kauf genommen. DANKE an das Brautpaar fuer dieses Erlebnis. Glauben wird es mir dennoch niemand. :-)

Heute war der letzte Tag der Training-Sessions. Die Stimmung war wirklich toll. Ich fragte Erfahrene, ob die Chinesen immer so enthusiastisch seien. Die Anwort war: “Man kann sie recht leicht anstecken, ja.” Also ist ein Funke uebergesprungen ;-) Mich freut das sehr.

Das Team in China

Danke, danke, danke an alle!!!

China: Beijing: Tag 6

19. August 2009

Was soll ich sagen?! Die Sonnenbrillenverkaeuferin im Silk-Market hatte recht, heute war mal blau zu sehen und sogar die Sonne kam kurz durch. Man konnte heute vom Buerogebaeude aus weiter ins “Land” schauen als sonst:

Weitsicht_wie_noch_nie

Heute schlagen die ersten menschlichen Eindruecke ein, das Eis ist gebrochen. Zu den Kollegen entwickle ich nun einen Draht und das ist ein lustiger :-)

Inmitten meiner Fotos gefiel mir gerade dieses:

Little Miss Buddha :-)

Ich fand diese Little Miss Buddha in der verbotenen Stadt:

Die verbotene Stadt

Dort gibt es sogar eine Muellabfuhr (weil Arbeitskraft …):

die Muellabfuhr

Da waere dann auch noch beim Stoebern durch die Bilder folgendes: Neulich im Kaufhaustempel:

keine Deko

Nein, es war keine Deko :-)

Wir waren heute abends mit dem QA-Team essen im “Golden Jaguar” - Ein Restaurant entlang des grossen LED-Displays - ich weiss nicht, ob ich je ein so grosses Restaurant gesehen habe. Das feilgebotene Buffet hatte garantiert eine Laenge von 200 - 250 Metern. Gigantomanie zum essen. Unglaublich. Die Kellner verstaendigten sich ueber Funk, die Koeche trugen alle Mundschutz. Es gab dort allerlei Allerlei. Allerlei davon wagte ich nicht zu probieren - es war ohne Frage ein Erlebnis, leider durfte man dort nicht fotografieren :-(

Der Abend mit den chinesischen Kollegen war total schoen.Herzlich - viel Lachen, viel voneinander lernen, einfach sehr menschlich und ausgelassen sein, leuchtende Augen, eine Geste, eine nette Beruehrung. Einige haben mich wirklich begeistert. Hilfsbereitschaft ist hier so gross geschrieben und aus einer sehr angenehmen Natuerlichkeit heraus gelebt. Einfach schoen. Erzaehlen mit Haenden und Fuessen  und viel gegenseitigem Verstaendnis fuer die Schrullen des anderen. Klar. Ich bin ja auch Besuch :-)

Da der Muskelkater 2,5 Tage andauerte: HABE ich eigentlich erwaehnt, dass es die chinesische Mauer hoch, bis da oben in die Wolken 1 3 1 8 Stufen waren? GROSSE Stufen?

1318 Stufen in die Wolken